Eine Schulbegleitung bzw

Eine Schulbegleitung bzw. Integrationshelfer/in kann die Schulsituation für ein Kind mit Asperger-Syndrom/HFA deutlich erleichtern und unterstützt so natürlich auch die Lehrer, die sich in Regelschulklassen einfach nicht so intensiv um jedes Kind kümmern können, bwz. nur in geringem Umfang einem einzelnen Kind spezifische Hilfen zur Verfügung stellen können.

Eine Schulbegleitung hilft dem Kind nicht bei dem jeweiligen Lehrstoff sondern unterstützt individuell in den Bereichen wo sich z.B.
Verhaltensproblematiken
zeigen und soll langfristig gesehen die Selbständigkeit des Kindes fördern.
So können mögliche Aufgaben einer Begleitung z.B. sein:

- das Kind beruhigen, wenn es unruhig wird und so eine Eskalation der Situation verhindern
- mit dem Kind kurzzeitig den Raum verlassen, wenn es z.B. überreizt ist
- soziale Situationen erklären, zwischen ihm und Klassenkameraden vermitteln
- Redewendungen "übersetzen", die es fehlinterpretiert hat
- falls das Kind feinmotorische Schwächen hat und mit Zuhören/Abschreiben gleichzeitig nicht klarkommt evtl. wichtige Tafelnotizen für das Kind abschreiben
- die Umgebung strukturieren, dafür sorgen, dass nur notwendiges Arbeitsmaterial ausgepackt wird
- in den Pausen Ansprechpartner sein

Da Asperger-Syndrom und HFA in den Bereich der seelischen Behinderungen eingeordnet werden, muss der Antrag auf eine Begleitung beim zuständigen Jugendamt (ausschlaggebend ist der Wohnsitz) gestellt werden. Maßgeblich ist hier der Eingliederungshilfeparagraph 35a.
Bei der Beantragung sollte die Diagnose angegeben werden, evtl. Kopien von ärztlichen Befunde und Schwerbehindertenausweis beigelegt werden. Deutlich gemacht werden sollte auch, dass die Begleitung der Integration und Förderung der Selbständigkeit dient und zudem angegeben werden, in welchem Stundenumfang eine Begleitperson benötigt wird. Die bewilligten Stunden und auch die dafür zu Verfügung stehenden Geldmittel unterscheiden sich regional teils erheblich. So gibt es Behörden, die Fachpersonen zur Begleitung finanzieren, andere wiederum finanzieren z.B Zivis.
Natürlich ist es allgemein besser eine fachliche Begleitung zu bekommen, die sich mit dem Autismus-Spektrum, Therapiemöglichkeiten etc. auskennt, aber häufig sind auch z.B. Zivis sehr engagiert und eine nicht-pädagogische Ausbildung schließt nicht aus, dass die Begleitperson sehr gut sein kann.

Falls zum Asperger-Syndrom bzw. HFA weitere Behinderungen vorliegen, ist es möglich, dass in diesem Falle die zuständige Sozialbehörde im Bereich der Eingliederungshilfe Kostenträger sein wird. Da regulär jedoch Asperger-Syndrom und HFA in den Bereich seelische Behinderungen eingeordnet werden, ist es sinnvoll den Antrag an das zuständige Jugendamt zu senden. Falls es nicht zuständig ist, kann amtsintern dieser Antrag an die zuständige Behörde weitergeleitet werden.

Sollte der Antrag bewilligt werden, überlassen es viele Behörden den Eltern eine geeignete Begleitperson/Institution zu finden. Mittlerweile gibt es viele Organisationen, die Schulbegleitungen vermitteln, z.B. Sollte eine geeignete Begleitperson gefunden werden, so muss dann wieder der Kontakt zwischen Organisation und Behörde hergestellt werden.

Die Bewilligung für eine Schulbegleitung ist zeitlich begrenzt, wird jeweils< individuell festgelegt und regelmässig in Hilfeplangesprächen überprüft. Bei diesen Gesprächen beraten Lehrer, Begleitperson und Eltern gemeinsam mit dem/der Mitarbeiter/in des Jugendamtes über den Umfang der Hilfe, d.h. ob das Kind von dieser Maßnahme profitiert, welcher zukünftige Stundenumfang notwendig ist, es werden Zielsetzungen vereinbart, bzw. ob die Maßnahme überhaupt weiter notwendig ist.